Trotz einer in vielen Segmenten positiven Entwicklung, hat der Osten Deutschlands in puncto Immobilieninvestments immer noch einen schlechten Ruf unter den Anlegern. Ganz im Gegenteil, so die Meinung zahlreicher Experten aus der Branche. Einige Investoren sehen das ähnlich und setzen zusehends vermehrt auf Immobilien im Osten.
Investments wie der Kauf des Geschäftshauses „Speck´s Hof” in der Leipziger Innenstadt durch die Deka Immobilien, der Verkauf einer Wohnlage im Stadtteil Weißig in Dresden an den Assetmanager Alt+Kelber oder der Kauf eines denkmalgeschützten Bürogebäudes durch einen Privatinvestor in Magdeburg zeigen, dass es durchaus Möglichkeiten gibt sein Geld sinnvoll in ostdeutsche Immobilien zu investieren. Dennoch zeigt sich, dass ein Großteil der typischen Akteure einen relativ großen Bogen um die neuen Bundesländer macht.
Viele Investoren verweisen immer wieder auf die im Vergleich zum Westen schwache Wirtschaftskraft, den Bevölkerungsschwund sowie die nicht unerheblichen Verluste anderer Anleger, die diese in den 90er Jahren durch ihre mit Steuervorteilen begünstigten Investitionen eingefahren haben. Nichts von solchen Kommentaren halten dagegen die Befürworter. Der Osten biete mittlerweile nahezu die gleichen Chancen wie der Westen. Viele Regionen bieten Arbeit, Infrastruktur, Lebensqualität und Landschaft – vier wesentliche Punkte, die Menschen anziehen und dementsprechend Investitionen in Immobilien im Osten attraktiv machen. Dresden, Leipzig, Berlin und die Ostseeküste sind nur einige der Hotspots, die im Fokus von Anlegern liegen sollten.
Niedrige Preise – das große Plus bei Ost-Immobilien
Der große Vorteil in vielen ostdeutschen Städten ist, dass die Preise für Immobilien vergleichsweise niedrig sind. Viele Geschäfts- und Wohnhäuser werden für deutlich weniger als eine Million Euro angeboten. Nach Angaben einiger Anbieter, kann man beispielsweise in der Landeshauptstadt Dresden Wohnungsportfolios schon für das Zwölffache der Jahresmiete erwerben, wohingegen man in München für mehr als das Zwanzigfache bezahlen müsste. Wo dementsprechend die Chance auf eine hohe Rendite höher ist, dürfte jedem klar sein.
Allerdings könnte die Situation nicht mehr lange Bestand haben. Immer mehr Investoren, die in A-Städten nicht zum Zug kommen, weichen auf B-Städte aus. Das beweisen vor allem die letzten Monate, in welchen die Preise für Wohnungen in ostdeutschen Städten sehr deutlich zugenommen haben.
