Servicewüste in deutschen Büroimmobilien

Veröffentlicht am 3 April 2012 von Lina Honbellano in News
         

Union Investment (UI) führte eine Umfrage unter Büroarbeitern in Deutschland zum Thema Service durch. Wie aus der Studie „Serviceimmobilie 2012“ hervorgeht, findet man innovative Leistungen und kreative Angebote eher selten in deutsche Büroimmobilien. Im Innenleben wird der Service leider immer noch stark vernachlässigt.

Die Befragung wurde durch das von UI beauftragte Marktforschungsinstitut Ipos durchgeführt. Dieses befragte ca. 3.000 Beschäftigte, die in Büroimmobilien arbeiten. Lediglich 28% der Teilnehmer äußerten sich mit einer hohen Zufriedenheit. Die meisten der Beschäftigten sind allerdings nur mäßig mit den Serviceangeboten in ihrem Arbeitsumfeld zufrieden. Bei vielen stehen vor allem die Wünsche nach Sport- und Wellnessangeboten oder auch nach einem besseren Angebot in puncto Verpflegung im Mittelpunkt. Auch wenn diese Segmente unter Umständen etwas mehr kosten würden, wären viele bereit den Preis dafür zu zahlen.

Kantine, Cafeteria und Pkw-Stellplätze zählen zu den Services, die am meisten in Büroimmobilien kostenpflichtig angeboten werden. Ein kostenpflichtiger Concierge-Service steht hingegen nur 2% der Umfrageteilnehmer an ihrem Bürostandort zur Verfügung. Überraschend war, dass es bei rund einem Drittel der Immobilien nicht mal eine zentrale Servicestelle gibt, geschweige denn einen Hausmeister als Anlaufpunkt für die Mieter. Im Bereich der Concierge-Services sehen viele in Zukunft eine hohe Chance auf Erfolg. Bei der öffentlich stark diskutierten Kinderbetreuung scheinen viele abzuwinken. Bei vielen der Befragten spielte diese Thematik nur eine untergeordnete Rolle. Vorhandene Angebote in diesem Segment werden in der Regel sehr zurückhaltend in Anspruch genommen.

50% der befragten Beschäftigten sehen den eigenen Arbeitgeber in der Pflicht, um für mehr Service am Bürostandort zu sorgen. Rund ein Drittel sieht hingegen den Vermieter von der jeweiligen Gewerbeimmobilie in der Pflicht. 62% sagen, dass mehr und vor allem bessere Angebote im unmittelbaren Arbeitsumfeld die Motivation am Arbeitsplatz erhöhen würden. Lediglich 17% sagten aus, dass ihr Arbeitgeber jemals den Bedarf an Serviceangeboten vor Ort aufgenommen habe.