Die Solaranlage gehört, neben dem Bau der Immobilie, zu den kostspieligsten Investitionen, die auf einen Eigenheimbesitzer warten. Wenn dann trotz ausreichend Sonnenschein die Solarthermie- oder Photovoltaikanlage nicht den errechneten Ertrag bringt, ist das richtig ärgerlich. Oftmals sind eine schlechte Planung und Installation der Anlage schuld an einem zu geringen Ertrag. Anlagenbesitzer sollten daher regelmäßig die Leistungsfähigkeit überprüfen und ggf. Ursachenforschung betreiben.

Photovoltaik – Leistung der Anlage am Stromzähler prüfen

Die Leistung der Photovoltaikanlage auf dem Dach lässt sich am besten überprüfen durch das Ablesen der Stromzähler. Häuser mit Photovoltaik-Modulen haben meist zwei oder sogar drei Stromzähler. An dem ersten Stromzähler kann jeder den Strom vom Energieversorger ablesen und am Zweiten – Photovoltaik-Zähler – die Strommenge, die insgesamt erzeugt wird. Wer den in seiner Immobilie produzierten Strom überwiegend selbst nutzt, der hat noch einen dritten Zähler. An diesem wird gemessen, wie viel Solarstrom noch in das öffentliche Netz abgegeben wird. An diesen drei Zählern sollte jeder in regelmäßigen Abständen messen, ob die Werte mit der Wirtschaftichkeitsrechnung von der Planungsphase übereinstimmen.

Klassische Stromzähler haben bei Photovoltaikanlagen jedoch nahezu ausgedient. Seit Anfang 2010 sind für Neu- und Altbauten, nach umfangreicheren Renovierungen, intelligente Stromzähler Pflicht. Je nach Anlage und Gegebenheiten beim örtlichen Versorger kann jeder hier seinen persönlichen Ertrag per Computer über das Internet überwachen.

Zähler für Solarthermie gibt es eher selten

Bei Anlagen, die die Solarthermie für Heizung und Warmwasser nutzen, finden Eigenheimbesitzer hingegen nicht so einfach ihre Werte heraus. Leider sind oft nur wenige alte Solarthermie-Anlagen mit entsprechenden Wärmemengenzählern ausgestattet. Als Eigentümer sieht jeder meistens nur in den wenigen Sommermonaten, ob über die installierte Solarthermie der gesamte Warmwasserbedarf gedeckt werden kann. Wer hingegen eine neue Solaranlage hat, die auf Solarthermie setzt, der kann in der Regel seinen Ertrag leicht ablesen, da diese Wärmemengenzähler haben.

Erträge, die hinter den Berechnungen hinterherhinken, sind meist auf ungewöhnlich schlechtes Wetter zurückzuführen oder falsche Annahmen in der Planungsphase. Falsche Annahmen könnten beispielsweise sein, dass der Installateur Schatten durch Bäume, Nachbarhäuser, Berger o.Ä. nicht berücksichtigt hat. Zudem können technische Fehler, wie z.B. defekte Wechseltrichter oder ein falsches Verkabeln bei der Installation, oder Transportschäden sowie falsche Handtieren während der Installation den Ertrag mindern.

Als Eigentümer sieht man die Schäden bzw. Fehler dann nicht immer sofort, sondern wird erst im Lauf der Zeit auf die Missstände aufmerksam. Oft bekommen Eigenheimbesitzer mit einer Solaranlage auf dem Dach erst nach Monaten mit, dass die Solarzellen defekt sind und dementsprechend weniger Solarenergie liefern als vorausberechnet.

Leider lassen sich Solarthermie- und Photovoltaikanlage bei Planungsfehlern nicht so einfach reparieren. Wer hier auf der sicheren Seite sein möchte, der sollte bereits in der Planungsphase auf mehrere Angebote setzen, um zu schauen, ob die Wirtschaftlichkeitsberechnungen übereinstimmen.

Bei der Solarthermie gibt es allerdings noch einen weiteren Punkt, auf den unbedingt geachtet werden sollte – die Heizungsmodernisierung. Wer in seiner Immobilie die Energie von seinen Solarthermie-Modulen nicht nur für das Warmwasser, sondern auch für seine Heizung nutzen möchte, für den reicht eine korrekte Installation meist nicht aus. Ohne eine Modernisierung der Heizungsanlage, wird die Solaranlage nur selten den berechneten Ertrag bringen können. Die Heizung der Immobilie sollte stets so ausgelegt werden, dass die Heizung im Vorlauf mit sehr geringen Temperaturen heizen kann. Nur so kann in Herbst und Frühling ohne Unterstützung durch einen Heizkessel geheizt werden. Experten raten hier auch zu einem hydraulischen Abgleich, welcher durchaus sinnvoll wäre.

Weiterführende Informationen rund um den Ertrag einer Solaranlage, findet man bei den Energiesparexperten von www.einecke-berlin.de. In puncto Solarthermie und Photovoltaik wird dort jeder stets umfassend beraten.